Das alte Geestendorf und sein Kirchhof
Die Geschichte Bremerhavens ist auch die Geschichte der mittelalterlichen Orte Lehe, Geestendorf und Wulsdorf, die der Gründung von Bremerhaven, Geestemünde und des Fischereihafens sowie die der weiteren heutigen Stadt- und Ortsteile. Von 1924 bis 1947 gab es die Stadt Wesermünde, bestehend aus Lehe und Geestemünde.
Das alte Bauerndorf »Geestendorf« wurde urkundlich erstmals 1139 als »Geestenthorp« im Verzeichnis der Hinterlassenschaft des Ritters Treubert erwähnt – ein Dorf an der Geeste, deren Mündung bis zum Bau der Carlsburg 1672 weiter südlich als heutzutage lag. Leider liegen über die Entwicklung der kleinen Ortschaft nur wenige schriftliche Zeugnisse vor.
Der nebenstehende Plan (heute im historischen Museum Bremerhaven) wurde 1849 vom Baumeister der Bremerhavener Hafenanlagen, Jacobus Johannes von Ronzelen, herausgegeben. Es ist gut zu erkennen, dass so kurz nach der Gründung Geestemündes der Ort Geestendorf noch deutlich getrennt lag.
Quelle: »Der Geestemünder Friedhof – eine Dokumentation« von Ralf Koop